Björn Böhning (SPD) und Halina Wawzyniak (Die Linke): Für den Verbleib ehrenamtlich betriebener Stadtteilbibliotheken im VÖBB

Mittwoch, 17. Juni 2009

Bürgerschaftliches Engagement darf nicht verhindert werden

Die Bundestagsdirektkandidaten des Wahlkreises 84 (Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost) Björn Böhning (Mitglied im SPD-Parteivorstand) und Halina Wawzyniak (stellv. Parteivorsitzende Die Linke) erklären in einer gemeinsamen Stellungnahme:

Die vor einem Jahr durch ehrenamtliches Engagement gerettete Kurt-Tucholsky-Bibliothek im Bötzowviertel (Prenzlauer Berg) ist durch den kurzfristig beschlossenen Ausschluss aus dem Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlin (VÖBB) zu Ende Juni 2009 akut in der Existenz bedroht. Dadurch wird nicht nur ein besonders für Familien mit Kindern wichtiger Bibliotheksstandort in einem dicht besiedelten innerstädtischen Stadtteil erneut in Frage gestellt, sondern die Bürger könnten auch den Eindruck gewinnen, dass ehrenamtliches Engagement nicht erwünscht sei.

Wir unterstützen das ehrenamtliche Engagement des Vereins Pro Kiez Bötzowviertel e.V. zum Erhalt der Kurt-Tucholsky-Bibliothek und fordern daher alle Mitglieder der VÖBB Verbundkonferenz aus den Bezirken sowie den Senat und das Abgeordnetenhaus auf, sich für einen tragfähigen Weg zur Lösung der aufgeworfenen Fragen zum Datenschutz einzusetzen. Die beiden ehrenamtlich betriebenen Stadtteilbibliotheken Berlins müssen bis zur Klärung der Problematik – und natürlich auch darüber hinaus – im Verbundnetz des VÖBB als Stadtteilbibliotheken verbleiben.

Bürgerschaftliches Engagement im Kultur- und Bildungsbereich darf nicht durch bürokratische Entscheidungen zunichte gemacht werden. Insbesondere nicht dann, wenn es Lösungsmöglichkeiten gibt, die jedoch nicht innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden können.

16. Juni 2009

Entry Filed under: Presse. .

2 Comments Add your own

  • 1. Kathrin Renner  |  Dienstag, 23. Juni 2009 at 21:57

    Warum wird die Unterstützung von Herrn Ströbele mit keinem Wort erwähnt? Er setzt sich genauso dafür ein…denke er wird wohl
    eher am längsten an dem Thema dran bleiben und für den Erhalt kämpfen!

  • 2. admin  |  Dienstag, 23. Juni 2009 at 23:02

    @ Kathrin Renner: Herr Ströbele hat sich aus organisatorischen Gründen, die weder in Verantwortung von Pro Kiez noch in der von Herrn Böhning oder von Frau Wawzyniak liegt, nicht rechtzeitig an der gemeinsamen Erklärung beteiligen können. Aber sein Büro teilte uns nach der Veröffentlichung mit, dass er das unterstützt – was uns natürlich freute. Allerdings war die Erklärung da ja bereits veröffentlicht…

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