Pressemitteilung: Kurt-Tucholsky-Bibliothek ist gerettet, Wiedereröffnung morgen, Sonnabend, dem 28. Juni 2008 ab 11.00 Uhr vor und in der Bibliothek Esmarchstraße 18, 10407 Berlin

27. Juni 2008

Wie mehrfach berichtet, haben wir noch als Bürgerinitiative am 30. November letzten Jahres die Kurt-Tucholsky-Bibliothek durch Besetzung vor einer endgültigen Schließung bewahrt. Wir erfuhren dabei vielfältigste Unterstützung auch aus der Bevölkerung, das Echo der Medien war enorm.

Unser Ziel war es immer, die Kurt-Tucholsky-Bibliothek als öffentliche Bibliothek zu erhalten. Dies haben wir nach langwierigen Verhandlungen und vielen Hürden erreicht. Die Kurt-Tucholsky-Bibliothek wird weiter Teil der Stadtbibliothek Pankow und auch im Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) bleiben. Sämtliche Betriebskosten trägt der Stadtbezirk, ein Medienetat ist im Haushalt eingestellt.

Die Kinderbibliothek NOBI wird in die Erwachsenenbibliothek integriert und zu einer Familienbibliothek entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen und Kitas sind vielfältige Aktivitäten geplant, so als ein Schwerpunkt die Leseförderung für Kinder und Jugendliche. Im Veranstaltungsraum wird es unterschiedliche kulturelle Angebote wie Lesungen, Theater, Film oder Kleinkunst geben. Zu beiden Vorhaben sind bereits Arbeitsgruppen gebildet. So soll die Kurt-Tucholsky-Bibliothek zu einem kulturellen Zentrum im Bötzowviertel entwickelt werden.

Uns ist bewusst, dass der Weiterbetrieb des Bibliotheksbetriebes mit Ehrenamtlichen kein Ersatz für professionelle Bibliotheksarbeit sein kann. Mit unserem Konzept wollen wir deshalb keinesfalls ein Modell zur weiteren Einsparungen im Kulturbereich schaffen. Wir wissen, dass das Finanzzuweisungsmodell an die Bezirke auch auf Landesebene, insbesondere in der Regierungskoalition, durchaus umstritten ist, da es die Bezirke zu einer immer weiteren Reduzierung im Bereich von Bildung und Kultur zwingt. Wir wissen auch, dass eine Bibliothek, die einmal geschlossen ist, deren Bestand verteilt ist und deren Räume einer anderen Nutzung zugeführt sind, geschlossen bleibt, auch wenn sich die Finanzzuweisung ändern sollte. Deshalb ist unser Ziel, die Kurt-Tucholsky-Bibliothek offen zu halten, bis wieder ausreichende Mittel für Bildung und Kultur den Bezirken zur Verfügung gestellt werden und die Bibliothek wieder in staatlicher Regie mit ausgebildeten Bibliothekarinnen betrieben werden kann. Darauf wirken wir hin und verstehen unser Modell deshalb als arbeitsplatzfördernd.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Medium unsere Eröffnungsveranstaltung ankündigen und Sie zur Eröffnung begrüßen könnten

Mit freundlichen Grüßen
Peter Venus

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