KOMMT ALLE !

zur öffentlichen außerordentliche Ausschusssitzung Finanzen und Kultur

Mittwoch  29.02.´12, 17.15 Uhr

Haus 7, BVV-Saal

Bezirksamt Pankow, Fröbelstr. 1

Es wird die untenstehende Beschlussfassung vorbereitet:

Vorlage zur Beschlussfassung für die Bezirksverordnetenversammlung

am 29.02.2012

III. Die folgenden Einrichtungen des Bezirkes werden zum rechtlich nächstmöglichen

Zeitpunkt aufgegeben bzw. in eine Finanzierung außerhalb des Bezirkshaushaltes

überführt:

– Kulturstandort Ernst-Thälmann-Park (mit Wabe, Theater unterm Dach, Galerie parterre, Kunstwerkstätten)

– Galerie Pankow

– Musikschule Standort Buch-Karow

– Stadtteilbibliothek Karow

– Kurt-Tucholsky-Bibliothek

– Museum Standort Heynstraße

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3 Antworten zu KOMMT ALLE !

  1. Frank Huth schreibt:

    Hallo allerseits,

    da ich vollzeit arbeite und auch noch ein privatleben habe, kann ich leider zu den bezirksamtsterminen nicht anwesend sein.

    Nur soviel: wie sich mir die lage darstellt ist es so, dass Pankow kulturelle einrichtungen bezuschusst hat, wozu es keine rechtliche verpflichtung gibt. Gerechter ausgleich war unterstuetzung des bezirkes durch das land, welches sehr wohl eine verpflichtung zur kulturfoerderung hat.

    Wenn das so ist, dann ist die quasi treuhaenderische verwaltung durch den bezirk seitens des landes nicht mehr gewollt und die pflicht diese kulturellen einrichtungen zu erhalten hat gefaelligst an das land gegeben zu werden. Die koennen dann ja sagen, dass sie nicht wollen. Die BVV haette gefaelligst in jenem sinne zu agieren.

    Stattdessen versucht man — wie ueblich — buhmaenner und -frauen durch ueberrumpelung zu generieren, denen man dann beim langsamen verrecken dieser kultureinrichtungen zusehen und auf die man danach mit dem finger zeigen kann. Ich sage nur Metroplotheater. Sich auf soeine „loesung“ einzulassen ist aus meiner sicht naiv.

    Lasst Euch nicht von den BA-typen verarschen, sondern schickt sie mit einem arschtritt (weil sie den ja zu brauchen scheinen) zu den /landes/herren, wo sie sich gefaelligst fuer die bewahrung des ihnen vom gemeinwesen anvertraute gemeingut kultur und deren notwendige einrichtungen einzusezen haben.

    Ich finde das gebaren einiger akteure eben einfach nur widerlich, viel erfolg,

    FH

  2. Johannes Lutz schreibt:

    Die Meinung von Hr. Huth ist legitim. Ich teile sie jedoch nicht.

    Wer Leute die beim Bezirksamt arbeiten als BA-typen bezeichnet, die einen nur „verarschen“ wollen hat ein etwas seltsames Menschenbild.

    Zudem ist sein „Gemetzel“ bzw. „Kahlschlag“ an der Orthographie (dem wichtigsten Kulturgut überhaupt) selbst mit einer Vollzeitarbeit nicht zu entschuldigen.

    Ein pauschales ressentimentgeladenes Angewidertsein sollte für uns keine Grundlage unseres Engagements sein.
    Auch wenn es etwas pathetisch klingt, aber:
    Unser Engagement sollte vom Respekt auch gegenüber unseren Gegnern getragen sein. Dieser Repekt fehlt im Kommentar von Hr. Huth.
    Alle Fraktionen bemühen sich momentan um Lösungen. SPD und Grüne via Auslagerung von Kosten, die Linke mit Verweisen daß Kultur im Bezirk lebensnotwendig ist und auch bei CDU und Piraten sind zumindest Einzelpersonen strikt gegen die geplanten Kürzungen.
    Das im Bezirksamt seltsame Politik gemacht wird ist klar, aber deshalb gibt es die Bezirksverordnetenversammlung, die Fraktionen der Parteien und uns (Vereine, Aktionsbündnis) um ihnen auf die Finger zu schauen. Das ist oft anstrengend und nervig, aber kein Grund verächtlich über Menschen zu urteilen.

  3. Frank Huth schreibt:

    Sehr geehrter herr Lutz,

    die leute, die ich als BA-typen tituliert habe, sind in meinen augen executoren einer neoliberalen ideologie, die am gemeingut sowohl in kultureller alsauch in finanzieller hinsicht erheblichen schaden verursacht hat.

    Wenn Sie sich an meinem schreibstil als “’Gemetzel‘ bzw. ‚Kahlschlag‘ an der Orthographie (dem wichtigsten Kulturgut überhaupt)“ echauffieren, dann entlarven Sie sich in meinen augen als oberflaechlich und reaktionaer. Denn sprache ist gemeingut und unterliegt der entwicklung im zuge ihres gebrauches (lt. Dudenredaktion). Fuer mich als mathematiker liegt der fokus auf dem sinn einer aussage, und der struktur hinter der fassaade. Ich bevorzuge eben aus bestimmten gruenden die gemaeszigte kleinschreibung des Englischen und rette aber die groszschreibung der hoeflichen anredeformen aus gutem grunde (auch eine form des respecktes). Ich schreibe uebrigens mit einer amerikanischen tastatur, wo sonderwuensche, wie umlaute und sz nicht so leicht erfuellt werden.

    Die qualitaet der gefundenen loesungen im bezirk kann man auch z.B. am „Peter Edel“ bewundern. Ich war dort regelmaeszig gast und habe gesehen was mit haus und nutzern seit dem /geschen/ ist. Da ich regelmaesziger WABE-besucher bin, schwant mir — bei simpler extrapolation des verganenen — schlimmes. Sie moegen mir also einen gewisses masz an mistrauen nachsehen. Vielleicht sind Sie ja gegenueber der „weiterentwicklung“ der kulturlandschaft im bezirk auf anderen gebieten als der sprache „aufgeschlossener“. So unterschiedlich koennen meinungen eben sein…

    Und zum schluss: was wird denn vom BA im sinne meines „legitimen“ ansinnens /getan/?

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