Wiedergelesen: Ludwig Renn – Krieg

Aus dem Bestand unserer Kurt-Tucholsky-Bibliothek:

Wiedergelesen:

Ludwig Renn

Krieg

Mit einer Dokumentation

Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1989

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des 1. Weltkrieges zum 100. Mal. Ein guter Grund, dieses Buch wieder zu lesen.

Arnold Friedrich Vieth von Golßenau, selbst als Offizier im 1. Weltkrieg im Einsatz,  verarbeitete in diesem Buch eigene Erfahrungen aus dieser Zeit. Mit der Figur des Ludwig Renn beschreibt er den zermürbenden Einsatz des einfachen Soldaten und späteren Feldwebels an der Front. Der an den Militärapport angelehnte nüchterne Stil in der Darstellung der täglichen Schrecknisse und Banalitäten dieses Krieges, die Menschenverachtung, mit der die Soldaten in sinnlose Schlachten geschickt werden, besonders deutlich werden. Dieses Buch gehörte neben Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ und „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ zu den wichtigsten Büchern deutscher Autoren über den ersten Weltkrieg.

Von besonderem Interesse ist die dem Buch beigegebene Dokumentation mit Reaktionen von Zeitgenossen aus Zeitungen und Zeitschriften in der deutschen und internationalen Presse.

Der Autor wählte den Namen seines Titelhelden als Pseudonym für seine schriftstellerische Tätigkeit. In der DDR war er unter anderem für seine Kinderbücher bekannt und beliebt. Nach Nobi, der Titelfigur eines seiner Kinderbücher, war die Kinderbibliothek in der Hufelandstraße benannt. Diese Bibliothek wurde in den 90er Jahren in die Kurt-Tucholcky-Bibliothek integriert.

Joleit, 16.6.2014

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